Wir erhalten diese Frage regelmäßig, meistens per E-Mail und in der Regel mit einer Mischung aus Vorfreude und Vorsicht geschrieben: „Ich überlege, alleine nach Nordportugal zu reisen, um zu surfen – ist das eine gute Idee?“.
Die kurze Antwort lautet: Ja. Die lange Antwort, die du verdient hast, bevor du Flüge buchst, ist dieser Artikel.
Was Nordportugal so besonders macht
Im Vergleich zu international bekannteren Surfspots hat Nordportugal einen klaren Vorteil für alleinreisende Frauen: Es ist eine überschaubare Region mit Städten und Dörfern, die nah beieinander liegen, einem passablen öffentlichen Nahverkehr und einer ehrlich gastfreundlichen lokalen Kultur – statt der aufgesetzten „Touristen-Gastfreundschaft“ mancher überlaufener Reiseziele.
Vila do Conde, Azurara, Viana do Castelo, Caminha und Vila Praia de Âncora sind Orte, an denen es immer noch völlig normal ist, Fremde auf der Straße zu grüßen, und wo man in den Cafés die Stammkunden beim Namen kennt.
Sicherheit: Was du wirklich wissen musst
Portugal wird beständig als eines der sichersten Länder der Welt eingestuft, und insbesondere der Norden weist im Vergleich zum europäischen Durchschnitt eine sehr geringe Kriminalitätsrate auf. Das bedeutet nicht gleich null Risiko, sondern ein geringes Risiko, wie an jedem anderen Ort der Welt auch.
Abgesehen davon gilt hier wie überall der gesunde Menschenverstand: Vermeide es, am Ende des Tages ganz alleine an völlig abgelegenen Stränden zu sein, teile deinen Standort mit einer Vertrauensperson und surfe, besonders in den ersten Tagen an einem neuen Strand, wenn andere Leute in der Nähe sind.
Die Surf-Community ist zugänglicher, als du denkst
Uma das melhores formas de te sentires segura, e acompanhada, é entrares imediatamente numa comunidade de surf local. Escolas de surf, como a nossa, funcionam quase sempre como um ponto de entrada social: fazes aulas, conheces outros alunos (muitas vezes também a viajar sozinhos), e de repente já não estás sozinha.
Was dich in den ersten 48 Stunden erwartet
Wenn du noch nie alleine gereist bist, können sich die ersten Stunden seltsam anfühlen – das ist ganz normal. Die meisten Menschen, die wir kennenlernen, berichten von einem anfänglichen Gefühl wie „Was mache ich eigentlich alleine hier?“, das jedoch schnell von einem Gefühl der Freiheit abgelöst wird, sobald sie merken, dass sie genau das tun können, was sie wollen, in ihrem eigenen Tempo und ohne sich mit jemand anderem abstimmen zu müssen.
Unsere Empfehlung ist ganz einfach: Buche gleich für den ersten oder zweiten Tag eine Surfstunde. So kommst du nicht nur schnell ins Wasser, sondern lernst auch sofort Leute kennen, und der Rest der Reise ergibt sich dann meist von selbst. Nordportugal ist weder eine Destination für „Backpacker-Partys“ noch ein isoliertes Resort. Es ist eine echte Region mit einem authentischen lokalen Leben, in der dich offene Türen und gute Wellen erwarten.
